September 15, 2022
Kolumne der Woche

Digital Natives in der Agenturwelt - Interview mit Maurice van gen Hassend

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Maurice arbeitet neben der Schule bei der Intermate Group im Bereich Social Media und Influencer Marketing. Hier fühlt er sich wertgeschätzt und kann seine Kreativität ausleben.

Ein weiterer Jahrgang schloss dieses Jahr sein Abitur ab - die Gen Z, oder auch Digital Natives genannt, steht vor den Toren der Arbeitswelt und hält Ausschau nach der passenden Stelle. Doch wie sieht die eigentlich aus? Mit den Jahren und Generationen veränderten sich die Anforderungen an Arbeitgeber:innen sowie Arbeitnehmer:innen. Der Fokus verschiebt sich im Laufe der Zeit und liegt heutzutage vor allem bei der Gen Z eher auf der bekannten Work-Life-Balance. 40 Jahre denselben Beruf ausüben oder klassisch “Nine-to-Five” - nein, danke!

Entwicklung der Jobs im Social Media und Online Marketing

Jobs in der Social Media und Online Marketing Branche werden ebenfalls immer beliebter. Immerhin wächst die Digital Natives Generation mit den sozialen Netzwerken auf und nahezu alles spielt sich auf Smartphones und Laptops ab. Kein Wunder also, dass die Gen Z auch im Berufsleben auf digitale Jobs setzt.

Vorstellung & Interview mit Maurice van gen Hassend

Ebenso ein Digital Native ist auch Maurice - gerade hat er sein Abitur bestanden und ist nunmehr seit einem Jahr Teil der Intermate Group. Er ist ein sogenannter “Youngstar” und liefert wichtige Einblicke und Expertise im Bereich Gen Z und Social Media Marketing. Diese Eigenschaften macht er sich vor allem in seinem Job zu Nutze: Als Teil des Creative Teams erarbeitet er Kampagnen, dreht Mood-Videos und liefert wertvollen kreativen Input. Doch wir wollen gar nicht zu viel vorwegnehmen und Maurice selbst sprechen lassen:

Wie alt warst du, als du bei Intermate angefangen hast?

Ich habe mit 19 Jahren im Mai 2021 angefangen, bei Intermate zu arbeiten. Damals war der zweite lange Lockdown und die Suche nach einem Schülerpraktikum gestaltete sich demnach äußerst schwierig. Viele meiner Freunde haben zig Bewerbungen rausgeschickt und vor allem aufgrund des Lockdowns beinah ausschließlich Absagen erhalten. Ich folgerte daraus, dass ich über den herkömmlichen Weg nicht an ein Schülerpraktikum kommen würde. Ich tat also, was die Wenigsten in meinem damaligen Alter wohl tun würden, um an ein Schülerpraktikum zu kommen: Ich machte mir einen LinkedIn-Account und schrieb mit dem Premium-Testabo sämtliche Agenturchef:innen und Leiter:innen von Marketingabteilungen an. Einer der Leute, die mir antworteten, war Philip Papendieck (CEO Intermate Group), nachdem ich über TikTok auf Intermate aufmerksam geworden war. Wenig später saß ich schon in einem Bewerbungsgespräch und habe mich dann letztendlich auch für Intermate entschieden, weil hier das Gesamtpaket für mich einfach stimmte.

Warum hast du dich für eine Social Media Agentur entschieden?

Bis dato hatte ich all meine Schülerpraktika im Einzelhandel gemacht, nun wollte ich aber dahin, wo dafür gesorgt wird, dass Kund:innen überhaupt erst in die Läden oder Onlineshops kommen. Da ich selbst sehr viel Zeit auf Social Media verbringe und immer über die neuesten Trends und Funktionen Bescheid weiß, lag es nah, mich in einer Social Media Agentur zu bewerben, da ich mir dachte, dass ich mich dort am besten einbringen kann. Mein Know-How über die Gen Z war noch ein weiterer Vorteil.

Die Gen Z verbringt viel Zeit in den sozialen Netzwerken - ihre private Leidenschaft und das Know-How, das sie mitbringen, können sie optimal für ihren beruflichen Werdegang nutzen.

Wie groß war für dich der Spagat zwischen Schule und Arbeit?

Nicht wirklich groß, das ging alles durch Zeitmanagement und Aufgabenteilung ziemlich gut. Ich habe jeden Sonntag meine Woche im Google-Kalender auf dem Handy durchgeplant und absolut alles eingetragen, was Zeit in Anspruch nimmt. Von jeder einzelnen Schulstunde, über Anreisen bis hin zum Essen gehen. So konnte ich immer sehen und planen, wann ich zeitlich an bestimmten Aufgaben arbeiten kann. Dadurch habe ich beispielsweise U-Bahnfahrten zum Büro oder nach Hause schon dafür genutzt, um Hausaufgaben zu machen oder für Präsentationen zu recherchieren. Videokonferenzen und andere digitale Tools haben dabei einiges effizienter gemacht, da man physisch nicht am gleichen Ort sein musste, um mit anderen zusammenzuarbeiten.

Welche Bereiche haben dir bei der Arbeit besonders gut gefallen?

Mir hat es besonders gut gefallen, jeden einzelnen Arbeitstag einer neuen kreativen Herausforderung gegenüberzustehen und Ideen zu entwickeln, die nicht wie nervige Werbung wirken, sondern Plattform-nativ und unaufdringlich die verschiedensten Produkte in Szene setzen. Dabei habe ich auch immer vollstes Vertrauen in meine Fähigkeiten entgegengebracht bekommen. 

Welchen Einfluss haben die sozialen Medien heute auf die Gen Z und welche Rolle spielen sie im Bezug auf das Berufsleben?

Soziale Medien sind bekanntlich das meistgenutzte Medium in der Generation Z und die Generation Alpha wird wahrscheinlich auch nochmal eine Schippe drauflegen. Insofern lässt sich sagen, dass soziale Medien einen ziemlich großen Einfluss auf Digital Natives haben. Arbeitgeber, die sich hier attraktiv positionieren, haben ohne Zweifel große Vorteile gegenüber allen anderen, die weiterhin bloß darauf setzen, in irgendwelchen Stellenportalen Stellenanzeigen zu posten.

Was ist deiner Generation bei einem Arbeitgeber heutzutage besonders wichtig?

Kommunikation auf Augenhöhe, was nichts anderes bedeutet als wertschätzende Kommunikation. Egal ob neu oder schon seit einigen Jahren im Business: Wir alle können bestimmte Dinge ziemlich gut und uns somit perfekt ergänzen und voneinander lernen. Wichtig ist, dass wir unsere Talente gegenseitig erkennen und davon profitieren können.

Ansonsten auch der Aspekt “Sicherheit”. Es gibt so viele Möglichkeiten und Arbeitgeber:innen, für die man sich nach der Schule entscheiden kann, wodurch sich schnell Zweifel ergeben, ob eine Entscheidung die richtige ist oder man sich durch das Einschlagen dieses Weges andere attraktive Wege verbaut. Warum sollte man sich also für euch und keinen anderen Weg entscheiden? Nehmt der Digital Native Generation ihre Ängste, sich falsch zu entscheiden und kommuniziert auch, weshalb ihr zu den sicheren Arbeitgeber:innen zählt und warum ihr unbedingt die Gen Z in eurem Unternehmen haben wollt (Stichwort: Wertschätzung).

Welchen Tipp würdest du Arbeitgeber:innen (Agenturen) heute mitgeben, um Youngstars zu akquirieren?

Zeigt eure Firmenkultur authentisch in den sozialen Medien und gestaltet Bewerbungsprozesse niedrigschwellig und mobile first.

Hochglanzfotos mit lächelnden Mitarbeiter:innen in der eigenen Corporate Identity kann jeder posten, das ist nur leider nicht das, was die Digital Natives sehen wollen. Viel wichtiger ist es, ungeschönt zu zeigen, was die Mitarbeiter:innen den ganzen Tag über so machen. Vlogs eignen sich dafür super. Ein:e Mitarbeiter:in begibt sich auf eine Messe? Perfekt, lassen Sie ihn:sie seine:ihre Erlebnisse dokumentieren. Ein Produkt wird eingeführt? Super, dann kann der:die Produktmanager:in doch zeigen, was es braucht, um das erfolgreich zu tun. Es geht nicht mehr darum, Werbung zu machen, sondern stetig mit wertvollen Inhalten Aufmerksamkeit von Interessent:innen zu bekommen. Marketingabteilungen werden dadurch mehr zu Medienhäusern, die jeden Tag die perfekte und interessante Story finden müssen, um die Aufmerksamkeit der Community in sozialen Medien zu bekommen.

Konnte Intermate dir helfen, deinen Träumen näher zu kommen oder gar neue zu kreieren?

Total! Ich bin in diesem mittlerweile mehr als einem Jahr bei Intermate sehr viel selbstbewusster geworden und konnte viele wunderbare Menschen kennenlernen. 

Des Weiteren konnte ich zu vielen Projekten meinen Input geben und werde es auch in Zukunft tun. Denn nachdem ich diesen Sommer nutzen werde, um ein wenig durch die Welt zu reisen, werde ich im Herbst wieder zu Intermate zurückkehren und an vielen neuen Ideen mitarbeiten, die sich bisher ergeben haben und wohl auch noch ergeben werden.

Mit Maurice hat die Intermate Group nicht nur Social Media Expertise aus erster Hand und kreativen Input der Gen Z - er trägt maßgeblich zur Entwicklung des Unternehmens bei. Durch die Einblicke in die Wünsche und Vorstellungen der Digital Natives können auch wir als Unternehmen stetig daran arbeiten, unseren Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sie sich wohl, verstanden und wertgeschätzt fühlen. Es ist heute also unabdingbar, die “Youngstars” der Gen Z in die eigenen Reihen aufzunehmen, ihnen Verantwortung zu geben und Vertrauen in sie zu setzen. Wie so oft im Leben geht es auch in der Arbeitswelt um ein gesundes Verhältnis aus “geben und nehmen”.

5 Tipps für Arbeitgeber:innen, um die Generation Z für sich zu gewinnen:

Das Recruiting über Stellenanzeigen im Netz oder gar in Zeitungen funktioniert heute nicht mehr - die Digital Natives findet man dort, wo sie die meiste Zeit verbringen: auf Social Media.
Die Digital Natives sehnen sich nach Verständnis, Anerkennung und Flexibilität - klassische Nine-to-Five Jobs sind mittlerweile eher unbeliebt.
Unternehmen müssen Vertrauen in die Generation Z setzen, nur so können sie an ihren Aufgaben wachsen.
Um fortlaufend ein stabiles und angenehmes Klima für seine Arbeitnehmer:innen zu bieten, müssen diese gehört und ihre Wünsche respektiert werden. Die Digital Natives achten auf offene und ehrliche Kommunikation.
Mutig sein! Bewerbungen über TikTok anzunehmen scheint im ersten Moment verwirrend klingen, aber könnte viele Prozesse im Unternehmen vereinfachen. Vor allem das Recruiting der Digital Natives darf auch mal ausgefallen und humorvoll sein.
Author Sopia Papalamprou
Sophia Papalamprou
PR & Social Media Editor at Intermate.
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